
Wie die kürzlich gestartete Vermittlungsplattform FabuCarfix bei Autofahrern und Kfz-Werkstätten ankommt, erzählt Gründer Lars Faust im Interview.
Wenige Wochen ist die digitale Vermittlungsplattform FabuCarfix nun für Autofahrer verfügbar (Krafthand berichtete hier) und die ersten Anfragen von Hilfesuchenden wurden bereits an qualifizierte Werkstätten aus dem jeweiligen Umkreis vermittelt. Lief alles wie geschmiert oder gab es bei dem neuen Konzept Kinderkrankheiten? Gründer Lars Faust gibt Antworten.

Herr Faust, startete FabuCarfix für Sie wie erhofft? Wie sind die ersten Erfahrungen der Nutzer?
Wir haben eine überraschend hohe Nachfrage von Autofahrern und konnten bereits in den ersten Wochen über 1.000 Auftragsanfragen an teilnehmende Kfz-Werkstätten vermitteln. Allerdings gab es auch ein paar Probleme, die wir in den ersten Tagen beseitigen mussten – unter anderem, dass viele Kunden auf den Kontakt der Werkstätten nicht mehr antworteten. Hier mussten wir die gröbsten Schwierigkeiten überwinden, damit alle Parteien ein gutes Erlebnis haben.
Was sind denn die „gröbsten Schwierigkeiten“ und wie wurden sie beseitigt?
Immer, wenn man etwas Neuartiges macht, treten Probleme und Kritikpunkte auf, die nicht vorhersehbar waren. Eines dieser Probleme ist, dass sich einige Hilfesuchende nicht zurückmelden, wenn Werkstätten reagiert haben. Deshalb muss der Autofahrer nun eine Mobilfunknummer hinterlassen, wenn er eine Anfrage stellt. Dadurch sind wir in der Lage, SMS- und WhatsApp-Nachrichten an ihn zu senden, um darauf hinzuweisen, dass ein Kfz-Betrieb geantwortet hat. Darüber hinaus waren zu Beginn einige Schnäppchenjäger unterwegs. Wir haben daraufhin den Suchradius der Kunden verringert und weisen in der Werbung noch deutlicher auf den Qualitätsaspekt der Werkstätten hin. Diese Maßnahmen haben deutlich Wirkung gezeigt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Werkstattbetriebe, die täglich mit FabuCarfix arbeiten und darüber schon einige Aufträge generiert haben.
Haben Sie einen Rat für Kfz-Betriebe bei der Nutzung der Plattform?
Manche Werkstätten sind so pflichtbewusst und antworten auf jede Meldung – aber das müssen sie nicht, denn die Hilfesuchenden wissen nicht, bei wem die Anfrage angezeigt wird. Schwierige Arbeiten können einfach ausgeblendet werden. Und Anfragen, die nur auf einen Preisvergleich zielen, sollte man mit Bedacht beantworten.
Wird sich in nächster Zeit noch etwas auf der Plattform verändern?
Innerhalb der ersten Wochen haben wir auf die Kritikpunkte reagiert und das System umgestellt. Jetzt sind die meisten Problempunkte gelöst und wir können weiterdenken. Als Nächstes möchten wir etwa gängige Managementsysteme andocken, um den Werkstätten das Anlegen von Aufträgen noch einfacher zu machen. Jetzt schon hilft eine KI den Werkstätten beim Kommunizieren im Chat – etwa mit Formulierungshilfen und einer Beschleunigung des Vorgangs. Weiteres folgt dann in der Zukunft.
Herr Faust, vielen Dank.
Die Fragen stellte Jessica Socher.