
Während Kameras und Lidar-Sensoren üblicherweise zwei getrennte Systeme sind, vereint Kyocera die beiden Komponenten miteinander zum Kamera-Lidar-Fusion-Sensor. Laut dem Anbieter ist er weltweit der Erste seiner Art. Durch ihn soll es möglich sein, sogenannte parallaxefreie Echtzeitdaten zu erhalten. Denn wenn Lidar und Kameras typischerweise an zwei verschiedenen Punkten angebracht sind, verändert sich rein optisch die Position des erkannten Objekts. Es entsteht eine Parallaxe. Dies erfordert das regelmäßige und zeitintensive Kalibrieren der Systeme zueinander, so Kyocera. Beim Kamera-Lidar-Fusion-Sensor fiele diese Arbeit jedoch weg.
Der Lidar-Sensor weist eine Bestrahlungsdichte von 0,045 Grad auf und nutzt eine firmeneigene Laser-Scan-Technologie. Dies erlaubt es, 30 cm große Objekte in einer Entfernung von 100 m zu erkennen. Zudem soll ein eigenentwickelter MEMS-Spiegel (mikro-elektro-mechanische Systeme) zum Einsatz kommen, der durch fortschrittliche Fertigungs- und Keramikgehäusetechnologien eine höhere Haltbarkeit als herkömmliche MEMS-Spiegel hat, so der Anbieter. Ein solcher Spiegel ist nötig, um das Laserlicht über einen breiten Bereich kontrolliert zu emittieren.