

Wissensauffrischung: Was (angehende) Kfz-Profis über den Sinn und Zweck sowie die verschiedenen Varianten und Arbeitsweisen geschalteter Kühlmittelpumpen wissen müssen.
In den Entwicklungsabteilungen der Fahrzeughersteller und Zulieferer geht es seit Jahrzehnten darum, Emissionen und Kraftstoffverbrauch zu minimieren. Seit etwa 10 bis 15 Jahren steht eine Stellschraube für die intelligente Regelung des Kühlsystems. Kernelement dabei sind neben kennfeldgesteuerten Thermostaten insbesondere (ab-)schaltbare Kühlmittelpumpen.
Im Gegensatz zu permanent angetriebenen Kühlmittelpumpen haben sie den Vorteil, dass die Förderleistung der Pumpe abgeschaltet werden kann und nicht zwingend von der Motordrehzahl abhängt. Mit geregelten Pumpen lässt sich die Zirkulation der Kühlflüssigkeit bei kaltem Motor lahmlegen, da während der Warmlaufphase noch keine Kühlung notwendig ist.
Im Endeffekt erreicht das Triebwerk zugunsten eines geringeren Motorverschleißes seine optimale Betriebstemperatur schneller. In der Folge kann die Gemischanfettung früher zurückgefahren werden und die Komponenten der Abgasnachbehandlung arbeiten schneller im gewünschten Effizienzbereich.
Je nach Varianten und Auslegung lassen sich regelbare Wasserpumpen (Wapu) auch in Stillstandsphasen bei laufendem Motor oder im Schubbetrieb abschalten. Falls der jeweilige Autobauer eine solche Steuerung vorsieht, spart das zum einen unnötige Antriebskraft für die Pumpe, vor allem aber soll es einem Absinken der Motortemperatur in diesen Betriebsphasen vorbeugen.